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1985 bis heute

1985

Mit einem Festakt am Samstag, 4. Mai im Insel-Hotel und einem sich anschließenden Jubiläumsball mit rund 350 Gästen hat der Ruderverein Neptun sein hundertjähriges Jubiläum gebührend gefeiert. Zu diesem Fest waren nicht nur viele aktive Ruderinnen und Ruderer, Freunde und Vertreter des öffentlichen Lebens und Vertreter anderer Vereine und Verbände gekommen sondern auch Vertreter der Ruderclubs der Partnerstädte Fontainebleau und Richmond. Der Konstanzer Soziologe, Prof. Dr. Horst Baier hielt im Rahmen des Festaktes einen anspruchsvollen Festvortrag zum Thema „Über die kulturelle Aufgabe des Leistungs- und Breitensports“.
Zum 100. Geburtstag wurde auch eine besondere Ehrung geschaffen, der „Ehren-Neptuner“. Ein unabhängiges Gremium wählte dafür eine Frau und acht Männer aus, die sich außergewöhnlich für den Verein engagiert haben: Karl-Heinz Bantle, Dieter Bender, Hans Hartleitner, Helmut Hengstler, Mechthild Kleimeier, Karl Knopf, Niko Ott, Hans Schreck und Günther Zumkeller.

Der Vertreter des Ministeriums für Kultus und Sport kündigte in seinem Grußwort noch eine weitere, noch ausstehende Ehrung für den Verein an. Dem Ruderverein Neptun werde die sehr selten verliehene Sportplakette des Bundespräsidenten verliehen.

Die von Helmut Hengstler verantwortlich organisierten Festlichkeiten klangen dann am Sonntagmorgen mit einem zünftigen Frühschoppen aus, den die Stadtkapelle Konstanz musikalisch umrahmte. Dabei wurde ein neuer Rennachter auf den Namen „Neptun“ und ein Doppeldreier auf den Namen „Rhein“ getauft. Der Konstanzer Oberbürgermeister Dr. Horst Eickmeyer pflanzte eine Silberweide und Neptun-Präsident Ulrich Blum meinte, so ein Baum könne gut und gerne 150 Jahr alt werden. Leider hatte die Silberweide nur ein kurzes Leben.

1985 bis 1993

Bei der Jahreshauptversammlung im Jubiläumsjahr 1985 stellte dann Ulrich Blum nach sechsjähriger Präsidentschaft und mit dem Jubiläum als Höhepunkt sein Amt zur Verfügung. Helmut Hengstler würdigte die Leistungen von Ulrich Blum und ging auf verschiedene Aktivitäten und das gute Betriebsklima während dieser Ära ein. Die Vereinsfinanzen wurden weiter konsolidiert, der Rennsport nachhaltig unterstützt und das Vereinsleben aktiviert. Als Nachfolger stellte sich Theo Zwicker, ehemaliger Rennruderer und angesehener Konstanzer Geschäftsmann zur Verfügung. Er wurde einstimmig gewählt und blieb für acht Jahre Steuermann des RV Neptun.

Die Präsidentschaft von Theo Zwicker war sehr erfolgreich. Er hatte als Kaufmann eine gute Hand für alles, was mit Wirtschaftlichkeit zu tun hatte, und als ehemaliger Rennruderer hatte er ein gutes Standing im Verein. Über den Tag hinaus von Bedeutung ist der Umbau des ehemaligen Ruderbeckens in einen Clubraum, kräftig unterstützt von Hans Schreck. Damit wurde das Vereinsleben nachhaltig belebt. Von ihm wurde auch die Sanierung der Heizung, gekoppelt mit der umweltrelevanten Umstellung von Öl auf Gas, betrieben, die Dachsanierung realisiert, der Pachtvertrag mit der Gögginger Adler-Brauerei wurde verlängert und die Seenachtsfestregatta mit dem attraktiven Ernst-Bauer-Preis bereichert. Sein Vorstand führte auch einen Beschluss der Jahreshauptversammlung herbei, wonach Pachteinnahmen aus der Verpachtung des Restaurants ausschließlich zur Schuldentilgung der Baumaßnahmen eingesetzt werden durften. Das brachte ihm auch den (sicher nicht ganz ernst gemeinten) Vorwurf ein, den Vereine in einen Hauserhaltungsverein umzufunktionieren. Diese Maßnahme erwies sich aber als richtig und vernünftig.

1993 bis 1997

Als Theo Zwicker nach achtjähriger Präsidentschaft auf der Jahreshauptversammlung im Frühjahr 1997 aufgab, wurde Helmut Hengstler einstimmig zu seinem Nachfolger gewählt. Ihm gelang es, die Konsolidierung der Vereinsfinanzen final zu beenden und auch die Probleme im Zusammenhang mit der Insolvenz der Adler-Brauerei mit einem langfristigen Pachtvertrag mit der Konstanzer Ruppaner- Brauerei in trockene Tücher zu bringen. Die Ruppaner-Brauerei stiftete zum Einstand nicht nur ein Fass Bier, sondern sponserte auch einen Stämpfli-Racing-Einer, der auf den Namen „Schimmele“ getauft wurde.

Am 3. September 1993 wird ein neuer C-Achter in feierlichem Rahmen auf den Namen „Niederburg“ getauft. Die gleichnamige Große Konstanzer Narrengesellschaft Niederburg übernimmt die Patenschaft. Daraus ergeben sich neue Impulse für den Herrenabend. Und es wird vereinbart, dass der Achter Niederburg jedes Jahr an Fasnacht mit einer närrischen Mannschaft zu einer Ausfahrt startet. Der Achter wurde maßgeblich mit einem zinslosen Darlehen des Fördervereins der Geschwister-Scholl-Schule finanziert und sollte auch das von Bernd Puhl betreute Schulrudern unterstützen.

Das 110jährige Jubiläum wird am 7. Mai 1995 im Rahmen eines Jubiläumsfrühschoppens in Anwesenheit von OB Dr. Eickmeyer und vielen Gäste begangen.

In Verhandlungen mit der Stadt Konstanz konnte die Zupachtung einer 298 qm großen Fläche zwischen dem Ruderverein und dem Nachbargrundstück mit dem ehemaligen Offizierskasino bzw. dem heutigen Seerhein zur Verbesserung der Freizeitaktivitäten erreicht werden. Weiter wurde ein Kooperationsvertrag mit der Universität zur Bündelung von gemeinsamen Aktivitäten im Leistungssport geschlossen. Eine neue Steganlage wurde gebaut und mehrere Boote angeschafft. Zwischen dem Trainer und dem Vorstand kommt es zu Meinungsverschiedenheiten, in deren Folge der Trainer von seinen Aufgaben entbunden wird. Es erfolgt eine leistungssportliche Neuorientierung, die allen Beteiligten einiges abverlangt.

1997 bis 2005

Hannes Kumm tritt am 20.2.1997 die Nachfolge des nicht mehr kandidierenden Helmut Hengstler an. In seiner achtjährigen Amtszeit entfaltet der Vorstand eine rege Bautätigkeit. So wird die Steganlage umgebaut, die maroden Fassadenteile der Verglasung erneuert, der Sanitärbereich renoviert und modernisiert, ein Durchbruch vom Umkleide- in den Trainingsraum geschaffen und auch am Dach wird saniert.

In einem Gespräch mit Götz Werner wird dieser animiert, dem Verein einen Vierer für den Breitensport zu sponsern, der auf den Namen „Unverdrossen“ getauft wird. Die Mitgliederzahlen steigen kontinuierlich.

Unter Trainer Hansjörg Meier werden Sebastian Ahlhelm und Alan Dittrich 1999 in München Deutsche Juniorenmeister im Leichtgewichts-Zweier o.Stm. und Vize-Juniorenmeister im Leichtgewichts-Achter. Ab 2002 ist Ralf Kockel erfolgreich beim Aufbau einer neuen Generation von Rennruderern und auch die Betreuung von Kindern und Jugendlichen im Breitensport wird organisiert. Um die Mannschaft zu unterstützen, gründen sich am 11. September 2003 die »Förderer des Rennruderns in Konstanz« – erster Vorsitzender wird Dieter Vollmer. 2004 gewinnen Jonas Wagner und Alexander Sanders bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften (U17) den Leichtgewichts-Doppelzweier.

2005

In der Jahreshauptversammlung im Frühjahr 2005 wird ein neuer Vorstand gewählt, dem erstmals in der neueren Vereinsgeschichte ein richtiger Wahlkampf vorausgegangen war. Ein Team um Dr. Timm Ahlhelm mit drei Frauen, Steffi Peters, Gudrun Kimmich, Doro Sick und Dr. Hans-Joachim Beermann will mit einem durchdachten Konzept neue Wege beschreiten:

  • Transparente Vorstandsarbeit und Beteiligungen der Mitglieder an wichtigen Entscheidungen
  • Erreichbarkeit des Vorstandes für die Mitglieder
  • Kooperativer Umgang der verschiedenen Gruppen im Verein
  • Öffnung des Vereins und Integration neuer Mitglieder aller Altersgruppen
  • Qualifizierungsangebote für den Breitensport
  • Breite Förderung des Jugendsports, sowohl Rennsport als auch Schulkooperationen
  • Langfristiger Aufbau von Spitzensportlern (WM-Teilnahme)
  • Unterstützung der Eigeninitiative von Mitgliedern
  • Instandhaltung von Gebäude und Bootspark
  • Ausschöpfung von Fördergeldern

Ein ehrgeiziges, anspruchsvolles, allumfassendes Programm. Es hat die Mehrheit der Mitglieder überzeugt, die Wahl wurde, wenn auch knapp, gewonnen. Zwei Folgewahlen 2007 und 2009 haben dem amtierenden Vorstand viel Vertrauen entgegen gebracht.

Im Dezember gewinnen die Neptuner bei der „Wahl zum Konstanzer Sportler des Jahres“ beide Titel: Ingo Voigt wird „Sportler des Jahres“ (2. Platz beim Eichkranz im Leichtgewichts-Einer); Jonas Wagner und Thomas Schmitz werden zur „Mannschaft des Jahres“ (Junioren-Vizemeister im Leichtgewichts-Doppelzweier) gewählt.

2006

Die Rennmannschaft findet seit vielen Jahren wieder Anschluss an den hohen nationalen Leistungsstandard. Mit nur sechs Athleten reiste die Mannschaft an den Essener Baldeneysee und kam mit zwei Meistertiteln, sechs Medaillen und einem sechsten Platz in der Gesamtwertung (von 149 Vereinen) zurück. Eichkranzsieger Ingo Voigt erreicht danach mit seinem Karlsruher Renngemeinschaftspartner Franz Gravenhorst bei der U23-Weltmeisterschaft in Belgien den 8. Platz im Leichtgewichts-Doppelzweier.

2007

Ingo Voigt gewinnt bei der U23-Weltmeisterschaft im schottischen Strathclyde die Bronze-Medaille im Leichtgewichts-Einer. Er hatte sich als Eichkranzsieger zuvor für die Weltmeisterschaftsteilnahme qualifiziert.

Im Oktober beginnt der Umbau der Herrenumkleide und des Kraftraums, der sich bis weit ins nächste Jahr zieht.

2008

Im Juli findet eine außerordentliche Mitgliederversammlung statt, um über die Errichtung einer Solar-Anlage auf dem Dach des Bootshauses zu entscheiden. Der Plan wird vor allem wegen der ungünstigen Finanzierungsmöglichkeiten abgelehnt.

2009

Vom 4. bis 7. Juni findet in Konstanz die Wiederbelebung der Bodenseewoche statt. Der organisiert die von zahlreichen Zuschauern umjubelten Ruderregatten: Den „Imperia-Sprint“ und die Langstreckenregatta „3 Miles of Constance“. Neun Rudervereine beteiligen sich an den Regatten.

Beim Worldcup in Luzern gewinnt Ingo Voigt im Leichtgewichts-Doppelvierer die Bronze-Medaille. Er wird dann vom DRV für die Weltmeisterschaft in Poznan im Leichtgewichts-Einer nominiert und erreicht dort den 18. Platz. Kathrin Ketterer und Saskia Nitzschke fahren als Juniorenmeisterinnen zur Junioren-Weltmeisterschaft nach Frankreich und erreichen im Vierer o. Stf. den 4. Platz.

2010

Die Ruderwettbewerbe der Bodenseewoche werden um „Stilrudern“ und „Parteien-Rudern“ ergänzt.

Am 3. Juli feiert der Verein im Rahmen eines großen Sommerfestes sein 125-jähriges Bestehen. Hierzu erscheint eine von Helmut Hengstler, Axel Hoinka und Dr. Arnulf Moser zusammengestellte Jubiläumsschrift.

Die Rennruderer feiern das erfolgreichste Jahr seit 1972. Bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften werden jeweils drei Gold- und Silbermedaillen gewonnen. Ingo Voigt gewinnt zwei Wochen später beim Worldcup in Luzern die Silbermedaille im Leichtgewichts-Doppelvierer. Jonas Wagner wird im von Ralf Kockel trainierten Leichtgewichts-Doppelvierer U23-Weltmeister im weissrussischen Brest. Dort erreicht auch Kathrin Ketterer den 3. Platz im Frauen Vierer ohne Stf. –  In der Woche darauf starten Ingo Voigt und Jonas Wagner bei den Deutschen Großbootmeisterschaften in München und werden Deutsche Meister im Leichtgewichts-Doppelzweier. Zum Abschluss holt Saskia Nitzschke noch die Bronzemedaille im Doppelzweier bei der Junioren-Weltmeisterschaft im tschechischen Racice.

Im Oktober wird der neue Bootssteg eingeweiht – die moderne Alukonstruktion kostet € 40.000,– und soll für die nächsten Jahrzehnte den reibungslosen Ruderbetrieb sichern.

2011

Bei der Jahreshauptversammlung wird nach einer Kampfabstimmung Stephanie Peters zur 1. Vorsitzenden des 'Neptuns' gewählt.

Im September wird Ingo Voigt als Schlagmann des Leichtgewichts-Doppelvierers Vize-Weltmeister im Slowenischen Bled. Zuvor hatte er mit seiner Mannschaft (Michael Wieler, Frankfurt – Stefan Wallat, Duisburg – Jonas Schützeberg, Berlin) schon den Worldcup in Luzern gewonnen. Trainer des Erfolgsteams war Neptun-Trainer Ralf Kockel. Voigt und Kockel erhalten für die langjährige Erfolgsserie die Silberne Ehrennadel des RV Neptuns.

Es reifen erste Pläne für den Neubau der Rennboot/Achter-Bootshalle.

2012

Claas Mertens gewinnt bei der U23-Weltmeisterschaft in Trakai die Bronze-Medaille als Schlagmann des Leichtgewicht-Doppelvierers. Bei der Weltmeisterschaft in Plovdiv wird mit einer umbesetzten Mannschaft der 5. Platz erreicht.

Im September beginnt die Sanierung der Duschen. Das Wasser fließt wieder nach einem Monat, die Verschönerungs- und Abschlussarbeiten ziehen sich bis ins nächste Jahr.

Im Dezember wird die erste "gemeinsame" Weihnachtsfeier im Bootshausrestaurant begangen. Es findet kein "traditioneller Herrenabend" und auch nicht das weibliche Pendant, der "Nikolaabend", statt.